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Die Kathedrale und der Basar

von Eric S. Raymond

Aus dem Amerikanischen von Reinhard Gantar

Diese Übersetzung basiert auf der Fassung vom 8. August 1999

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Ich untersuche das erfolgreiche Open Source-Projekt fetchmail, das ich willkürlich als Test für einige überraschende Theorien über Software-Entwicklung herausgegriffen habe, und die durch die Geschichte von Linux nahegelegt werden. Ich erörtere diese Theorien unter dem Blickwinkel zweier grundsätzlich verschiedener Entwicklungsarten. Das eine Modell ist das der "Kathedrale", das in der kommerziell orientierten Software-Welt überwiegt. Das zweite ist im Gegensatz dazu das des "Basars" und der Linux-Welt. Ich werde hier zeigen, daß diese Modelle auf jeweils entgegengesetzten Annahmen über die Natur des Debuggings von Software beruhen. Es folgt die These, daß jeglicher Bug schnell gefunden wird, wenn sich nur genug Entwickler damit befassen - "Given enough eyeballs, all bugs are shallow" - was auf den in der Geschichte von Linux gemachten Erfahrungen beruht. Ich zeige Analogien zu anderen selbst-korrigierenden Systemen von egoistischen Vertretern und erforsche vor dem Abschluß noch einige Implikationen dieser Einsichten für die Zukunft der Software.


1. Die Kathedrale und der Basar

2. Post muß immer ankommen

3. Von der Wichtigkeit, Benutzer zu haben

4. Früh freigeben, oft freigeben

5. Wann ist eine Rose keine Rose?

6. Aus popclient wird fetchmail

7. Fetchmail wird erwachsen

8. Was wir von fetchmail sonst noch lernen können

9. Voraussetzungen für den Basar-Stil

10. Der soziale Kontext der Open Source-Software

11. Über Management und die Maginotlinie

12. Danksagung

13. Weiterführende Literatur

14. Epilog: Netscape geht auf den Basar

15. Fußnoten

16. Version and Change History


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